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Gottesdienstbericht Jugendtag 2014

(Wetzlar 03.10.2014) Schon mehr als ein Jahr hatten wir auf dieses Wochenende hingefiebert, und am 3. Oktober wurde aus Vorfreude endlich Wirklichkeit: Der erste zweitägige Jugendtag unseres Bezirksapostelbereiches fand in der Rittal-Arena in Wetzlar statt.

Um 12 Uhr eröffnete unser Bezirksapostel Koberstein offiziell den Jugendtag. Vorher hatte es im Eingangsbereich Frühstück gegeben und Orchester und Chor hatten nochmal geprobt. Die tollen Ergebnisse der Probenwochenenden waren dann in der Matinee zu hören, wo ein abwechslungsreiches Programm aus Gospels, ruhigeren Stücken und Filmmusik geboten wurde.

Nach dem Mittagessen stand uns Jugendlichen der Nachmittag zur Verfügung, um uns die vielen Stände der Bezirke um die Haupthalle herum anzuschauen, bei Workshops mitzumachen oder uns den Vortrag eines Apostels anzuhören. Bei der Orientierung half uns das Faithbook, welches jeder beim Betreten der Halle bekommen hatte.

Hier sind ein paar Eindrücke:

Der Bibelgarten:

Direkt im Eingangsbereich war der sogenannte "Bibelgarten" aufgebaut. Wir konnten uns verschiedenste Pflanzen, Gewürze usw. anschauen. Das Besondere: Alles Ausgestellte wird in der Bibel erwähnt. Wer sich etwas genauer ansehen wollte, konnte die Lupe benutzen. Und für den Geschmackssinn gab es Fladenbrot mit Aufstrichen. Als Give-away konnten wir uns einen zusammengerollten Spruch und ein Senfkorn in einen Teebeutel füllen und ihn zutackern.

Über das Wasser gehen:

Wie fühlt es sich an, über das Wasser zu laufen? Vor der Halle durften wir das ausprobieren. Das angedickte Wasser trägt einen sehr gut, es sei denn man bleibt stehen...Lächelnd

Fröbelkran:

Ebenfalls draußen gab es ein Geschicklichkeits- und Gemeinschaftsspiel. Im Kreis stehend und mit Seilen in der Hand, die in der Mitte verbunden waren und an der ein Drahtgestell befestigt war, mussten Holzblöcke aufgerichtet und übereinander gestapelt werden. Klingt kompliziert, ist es auch Lächelnd Aber im Team gelingt es!

Instrumentenpraktikum:

Mit Hilfe von Jugendlichen aus dem Orchester und geliehenen oder auch privaten Instrumenten bestand für interessierte Jugendliche die Möglichkeit, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Die Orchestermitglieder gaben dabei eifrig Hilfestellung und schon bald konnten den Instrumenten erste Töne abgerungen werden. Natürlich nutzten auch wir die Chance, andere Instrumente auszuprobieren als die, die wir selber spielen. Teilweise waren wir Orchesterspieler sogar unsere besten Kunden.Lächelnd

Ausstellungen/Mit-Mach-Aktionen:

Auf dem 1. Rang waren einige Stände aufgebaut, an denen man Mit-Machen oder sich über verschiedene Projekte,... informieren konnte. Zum Beispiel hatte NAK-Karitativ dort einen Stand, bei dem man ein Statement zu dem Welt-Ernährungstag, der am 16.10. stattfindet, abgeben konnte.

Am Stand des Bezirks Darmstadt konnte man auf eine Sprechblase schreiben, was einem an der Jugend gefällt. Dann wurde man damit fotografiert, das Bild wurde ausgedruckt, auf einen Stab geklebt und zusammen mit den anderen Bildern vor den Hintergrund Darmstadts gesteckt.

An einem weiteren Stand konnte man ausprobieren wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen und man hatte die Möglichkeit mit zugedeckten Augen verschiedene Gegenstände zu ertasten.

Am Stand des Bezirks Marburg konnte man Buttons herstellen und etwas weiter wurde Werbung für DKMS gemacht. Man konnte sich auch in einem anderen Raum direkt typisieren und in die Spenderkartei aufnehmen lassen.

Und das waren nur einige der Ausstellungen auf dem 1. Rang.

Zum Entspannen:

Auf dem 2. Rang war unter anderem eine Chill-Out-Zone eingerichtet, in dem wir uns auf Matten legen konnten, um uns etwas auszuruhen. Außerdem wurden in einem anderen Raum Kurzfilme zu verschiedenen Themen gezeigt.

Stadtführung Wetzlar:

Für alle, die sich für die Stadt des Jugendtags interessierten, wurde eine Stadtführung angeboten. 1 ½ Stunden wurden wir an der Lahn entlang in die historische Altstadt geführt und mit vielen Infos über die Stadt der Optik und die Goethe-Stadt gefüttert. Die Führung war sehr interessant, Wetzlar ist einfach wunderschön. In der Stadt findet man immer wieder Stationen, an denen mit Optik experimentiert wurde und so kann man sich auch damit die Zeit vertreiben. Natürlich machten wir auch Halt am Haus von Goethes „Werther“.

Glaubensfeier:

Der Höhepunkt des Tages war die Glaubensfeier um 20 Uhr. Musikalische Beiträge von Chor, Orchester und Band waren ebenso Bestandteil wie erzählte Erlebnisse der anwesenden Apostel.Besonders berührt haben die Worte von Apostel Gomis aus dem Senegal, der uns auf die schwierige Situation in Afrika aufmerksam machte. Dort gibt es viel Krankheit und Tod. Jeder von uns kann an die Menschen denken und für sie beten!
Apostel Haeck berichtete über eine Begebenheit in Algerien. Die NAK ist dort nicht anerkannt, es darf nicht missioniert werden. Die Adventisten stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, noch vor dem Gottesdienst fuhren Polizeiwagen auf das Grundstück. Geschwister waren auf dem Weg zur Kirche kontrolliert worden und hatten unbeabsichtigt verraten, was sie vorhatten. Letztlich ist nichts passiert, da alles schnell als persönlicher Besuch getarnt wurde. Ohne die vielen Gebete für die Missionsreisen wäre die Situation aber vielleicht nicht so glimpflich ausgegangen.Für den einen oder anderen Lacher sorgte Apostel Lindemann, der von einem Gottesdienst erzählte, als er das erste Mal in Afrika eine Heilige Versiegelung durchführen sollte. Es gibt dort "Versiegelungs-Karten", ohne die man nicht versiegelt werden kann. Diese wurden früher während der Handlung durchgerissen. Das wusste unser Apostel aber nicht, und wunderte sich über ein ständiges Ratschen neben ihm. Als ihm dann sogar jemand auf den Fuß trat, unterbrach er das Gebet. Es war der Älteste, der direkt hinter ihm die Karten der bereits Versiegelten abriss. Lächelnd
Ein Rollenspiel zum Thema "Gott bekennen" verdeutlichte, wie schwer es uns oft fällt, unseren Glauben offen im Alltag zu bekennen. Unser Bezirksapostel griff den Gedanken auf und appellierte an uns, bewusster Gelegenheiten zu nutzen, vom Glauben zu erzählen und andere einzuladen. Wir können nur überzeugen, wenn wir selbst "Feuer und Flamme" sind!
Vor dem letzten Stück der Band beteten ein paar Geschwister aus unseren Reihen und der Bezirksapostel mit uns.

Nach der Glaubensfeier ging es für uns alle zu unserem Übernachtungslager. Einige schliefen in der Turnhalle der Eichendorff-Schule, andere waren in Klassenzimmern untergebracht. Die Schule ist recht weitläufig, sodass jeder irgendwo einen Schlafplatz fand. Geschlafen wurde, ganz im EJT-Stil, auf Luftmatratzen.
Um 7.15 Uhr wurden wir am Samstagmorgen über den Schullautsprecher geweckt. Schon begann der Run auf die Duschen, die sich in der Turnhalle befanden. Auch auf den Toiletten bildeten sich Schlangen, weil sich alle zur gleichen Zeit frisch machen und umziehen wollten. Wir hatten aber genug Zeit um uns fertig zu machen, da die Busse erst um 8.30 Uhr wieder in Richtung Rittal-Arena abfuhren.
Dort angekommen, wurde erstmal gefrühstückt. Nach und nach versammelten sich Spieler, Sänger und alle verbliebenen Teilnehmer des Jugendtages in der großen Halle, um gemeinsam den Gottesdienst zu erleben. Der Altar war dekoriert mit den tollen Ergebnissen des Workshops für kreativen Blumenschmuck.


Der Gottesdienst:

Das Wochenende stand unter dem Motto "Einer für Alle für einen", und der Bezirksapostel griff diesen Gedanken auch mit dem Bibelwort aus 1. Timotheus 2,5 auf: "Denn es ist EIN Gott und EIN Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für ALLE zur Erlösung".

EINER für ALLE: Jesus hat sich für uns alle geopfert. Er ist aus der Harmonie der Gottheit herausgetreten, um auf der Erde Mensch zu sein und Schmerz, Leid, Tod erfahren zu müssen. Außerdem stiftete er das Apostelamt und spendete den Heiligen Geist, so ist er heute noch permanent für uns da. Jesus vertritt und verteidigt uns vor Gott.

ALLE für EINEN: Das bedeutet WIR für JESUS. Aber wie geht das? Das 25. Kapitel des Matthäusevangeliums gibt Aufschluss: Was wir für unsere Mitmenschen tun, tun wir für Jesus.

Lasst uns unseren Nächsten wertschätzen, ihn mit einem lieben Wort aufbauen. Lasst uns niemanden ausschließen, denn wir sind eine große Gemeinschaft. Lasst uns aufmerksam sein und versuchen zu helfen, wenn wir die Not eines anderen bemerken. Lasst uns für unsere Mitmenschen beten. Lasst uns Gott und Jesus in Gedanken und Taten bekennen! Lasst uns nie vergessen, was Jesus für uns getan hat! Wir wollen für IHN nach seinem Willen handeln und leben!

Mitgedient haben Apostel Gomis (Senegal), Apostel Leibfried (Frankreich) und Priester Char (Türkei).
Apostel Gomis:
Gott hat aus Liebe zu uns seinen Sohn gegeben, weil er will, dass uns Menschen geholfen wird. Wir sind Werkzeuge in Gottes Hand. Lasst uns eins sein in der Liebe! Lasst uns treu bleiben, denn Jesus kommt bald!
Apostel Leibfried
: David hat im Namen des Herrn alleine gegen die Philister gekämpft. Wenn wir Gott vertrauen und uns in sein Werk einbringen, sind wir nicht alleine.
Priester Char:
Er spürt die Liebe im Saal, ihn hat die Atmosphäre bei der Glaubensfeier berührt. Die Liebe motiviert. Nicht alle Freunde von uns sind neuapostolisch oder Christen. Aber wollen wir nicht, dass ALLE erlöst werden? Es geht nicht darum, sie zu (neuapostolischen) Christen zu machen! Lasst uns die Liebe zu ihnen tragen und für sie kämpfen.

Unser Bezirksapostel hatte nach dem Schlusssegen noch einen Impuls/eine Bitte an uns. Er möchte den nächsten Jugendtag (21.6.2015) zu einem Gäste-Jugendtag machen. Wir dürfen fleißig einladen, denn in der Halle war dieses Jahr noch viel Platz. Lächelnd


Nach dem Gottesdienst wurden Lunchpakete verteilt. Einige aßen sie gleich direkt vor der Halle auf und blieben noch ein Weilchen in Wetzlar. Andere mussten direkt zu ihren Bussen, um nach Hause zu fahren.

Es war ein gelungener Jugendtag mit einem abwechslungsreichen Programm und wir freuen uns schon sehr auf nächstes Jahr!!

Fotos: Jessica Krämer