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Gottesdienstbericht Jugendtag 2013

Nachfolgend ein Teil des Jugendgottesdienstes vom So. 16.06.2013 in der Fraport-Arena in Frankfurt-Unterliederbach.

Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Gemeinde aus dem Lied Nr. 239 ("Einen Freund hab ich gefunden…")

Nachdem Bezirksapostel Koberstein die Grüße des Stammapostels an die Jugend übermittelt hatte, fügte er auch die Grüße der französischen Jugend an, mit der er am vergangenen Sonntag beim Jugendtag in Paris zusammen war. Dann las er das Textwort aus Johannes 8, 14 (einige Worte) vor: "Denn ich weiß woher ich gekommen bin und wohin ich gehe"

Chorlied (franz.) : Cantique de Jean Racine

Bezirksapostel Koberstein

Meine lieben jugendlichen Geschwister, ich heiße euch alle sehr herzlich willkommen zu unserem diesjährigen Jugendtag hier in Frankfurt. Ich freue mich, dass ihr da sein könnt, ich freue mich dass ich bei euch sein darf zusammen mit den Aposteln und Bischöfen; ich freue mich auch sehr, dass unsere jugendlichen Geschwister aus Elsaß / Lothringen bei uns sein können. Dabei wendet er sich zu diesen Geschwistern und begrüßt in franz. Sprache.

Wir haben heute erstmals eine Internet-Übertragung nach Tunesien, Algerien und nach Niger. Ich hoffe sehr, dass die Übertragungen gelingen und unsere Geschwister dort einmal miterleben können, wie ein Jugendtag in Europa abläuft. In Afrika ist das geringfügig anders...

Ich begrüße auch die, die heute zum ersten Mal unter uns sind, das sind unsere Konfirmanden und auch Jugendliche, die erst kürzlich versiegelt wurden. Fühlt euch wohl in unserem Kreis und seid dort zu hause und bringt euch ein.

Ich begrüße ganz lieb die Sonnenkinder - es gibt solche, denen es im Moment gut geht - und ich begrüße besonders lieb auch die Sorgenkinder. Ich weiß aber nicht welche Gruppe überwiegt…!

Es gibt sicher noch etliche andere Gruppierungen, aber alle mögen sich willkommen und angenommen fühlen

Jugend in Frankreich

Es gibt über den Jugendtag von Paris einen Bericht auf der franz. Webseite und trägt eine - für mich - wunderschöne Überschrift: "Die Jugend Frankreichs hat einen neuen Freund". Das möchte ich für meine Jugend sein! Ich weiß, wir sind in unserer Kirche hierarchisch aufgestellt und das werde ich auch heute nicht abändern. Ich bin Bezirksapostel, was aber nicht ausschließt, dass ich als Bezirksapostel auch euer Freund sein kann.

Das Wort "Freund" steht für

  • Nähe,
  • Zuneigung,
  • für einander da sein,
  • für einander beten


Grußwort von Pfingsten

Lasst mich mit einem Gedanken beginnen, den unser Stammapostel in seinem Grußwort an Pfingsten 2013 an uns richtete.

          "Siehe, dein Heil kommt".

In der franz. Bibel-Übersetzung heißt es

          "Siehe, dein Heiland (dein Retter) kommt".

Ich möchte es einmal auf die natürliche Ebene stellen. Viele von euch beten schon eine lange Zeit um einen Partner/Partnerin. Andere Jugendliche beten schon lange um einen Arbeits-/Ausbildungsplatz oder auch um eine Veränderung des Arbeitsplatzes. Wieder andere beten schon lange um Antwort auf ihre Herzensfragen oder auch um die Hilfe Gottes.

Und allen, die schon so lange beten und den Eindruck gewonnen haben "der liebe Gott hört überhaupt nicht" möchte ich zurufen: "Sieh doch, dein Heil, die Hilfe kommt!"

Aber das Wörtchen "Siehe" ist wichtig. Das bedeutet nicht "Schau'n wir mal..." Das ist mehr! Das ist Glauben! Das ist der Kernpunkt um zu erkennen, wie Gott auf meine Gebete reagiert. Vielleicht reagiert er manchmal so ganz anders, dass wir es nicht als Reaktion Gottes auf unsere Gebete ansehen. Siehe - was der liebe Gott dir jetzt zeigen will. Habe Geduld aus dem Glauben. Dein Heil, deine Hilfe wird kommen. Hör nicht auf, dies aus Überzeugung zu glauben!

Motto des Jugendtages

Nun komme ich zu unserem Motto. Vor vielen Monaten kam die Gruppe, die diesen Jugendtag vorbereitet hat mit einem Vorschlag zu mir. Sie schlug mir das Motto vor, unter dem dieser Jugendtag nun steht. Die Frage "Willst du mit mir geh'n?". Dieses Motto hat mich sofort angemacht und ich war sicher: das ist etwas für unsere Jugend. Mir war das recht, da ich dadurch mir nicht selbst schon viele Monate vorher Gedanken über den Inhalt des Jugendtages machen brauchte.

"Willst du mit mir geh'n?" Das ist eine Frage, die heute jedem von uns ganz persönlich gestellt wird und die auch jeder ganz persönlich in seinem eigenen Herzen bewegen und - wenn möglich - auch beantworten mag. Für die Antwort auf diese Frage möchte ich 2 wichtige Entscheidungsgrundlagen nennen.

Die erste Entscheidungsgrundlage ist "Vertrauen aus Glauben"

Wenn ich die Frage "Willst du mit mir geh'n" beantworten soll, dann kann ich das nur, wenn ich Vertrauen habe,

Lasst mich hierzu ein paar Beispiele aus der Heiligen Schrift nennen; das liest sich ja immer ganz toll, aber man muss sich das einmal vorstellen und sich in die Personen und in die damalige Zeit hineinversetzen…

Rebekka - da kommt ein Knecht Abrahams (Elieser) schaut sie an und sagt "…du bist hübsch, du sollst mit mir kommen!" Das Mädchen wusste überhaupt nicht, wohin es jetzt geht und was da so alles auf sie zukommt. Sie sagt "Ja, ich will mit diesem Manne ziehen". Das ging nur in völligem Vertrauen - sonst hätte sie doch so etwas nicht gemacht.

Ruth - die mit ihrer Schwiegermutter in deren Heimat gehen wollte. "Rede mir nicht ein, dass ich hier zurückbleiben soll. Wo du hingehst, will auch ich hingehen." Das war Ruth's klares "Ja" - aber ohne Vertrauen zu ihrer Schwiegermutter ging das nicht.

Jünger - Jesus sprach sie an "Komm, folge mir nach" Sie haben nicht mit Jesu über das Für und Wider diskutiert sondern sie haben alles fallen gelassen und hinter sich gelassen. Worauf sie sich eingelassen haben, ahnten sie nicht. Aus den in den Evangelien niedergeschriebenen Worten geht nicht hervor, welch eine Ausstrahlung Jesu auf seine Mitmenschen hatte. Eins steht aber fest: Sie hatten sofort Vertrauen zu ihm.

Fazit: Lasst uns daher bitte Vertrauen zu Gott haben! Vertrauen können wir nur aus dem Glauben haben.

Die zweite Entscheidungsgrundlage ist Liebe zu Gott

Da gibt es die schöne Parallele in den Freundschaften die ihr miteinander schließt. Da fragt man sich ja "Willst du mit mir geh'n"? Mit anderen Worten "Hast du mich lieb und wollen wir den Weg zukünftig gemeinsam gehen?" Hier ist die Liebe die gemeinsame Basis.

In diesem Zusammenhang habe ich mich mit einer Geschichte beschäftigt, die wir alle sehr, sehr gut kennen. Es wurde bereits oft darüber gepredigt. Da mich diese Ereignisse immer wieder beschäftigten, suchte ich darin eine "neue Tiefe".

Friede trotz Schuld

Es geht um das Verhältnis Jesu zu dem Jünger Petrus. Alles begann mit der Gefangennahme Jesu im Garten Gethsemane und einem Petrus, der den Meister dann 3x verleugnete. Jesus hatte es ihm prophezeit aber Petrus hatte dies weit von sich gewiesen "Ich doch nicht…!" Als der Hahn krähte, kam dem Petrus die Erinnerung an die Jesusworte. Und wir lesen "…und er weinte bitterlich". Er hat sofort bemerkt, was da passiert war.

Drei Tage später waren die Jünger einmütig beisammen und plötzlich stand der Sohn Gottes in ihrer Mitte. Petrus hätte sich am liebsten durch ein Loch im Raum aus dem Staub gemacht. Jetzt stand aber der vor ihm, den er verleugnet hatte. Was werde ich jetzt wohl von ihm zu hören bekommen…? Es kam nichts - kein Wort der Anklage, kein Drängen nach Rechtfertigung. Petrus vernahm lediglich 4 Worte "Friede sei mit euch"

Das war für Petrus ein vergebender Friede; da blieb nichts zurück.

Hast du mich lieb?

Dann zeigte sich der Sohn Gottes ein weiteres Mal einer Schar von Jüngern und Aposteln; auch Petrus war zugegen. Wir lesen von dem 2 Fischzug in Johannes 21, 1-14. Als die Jünger wieder einmal erfolglos vom Fischfang zurückkamen sahen sie einen Mann am Ufer stehen. Jeder auf dem Schiff "fühlte" ohne es auszusprechen: "Das ist doch…"

Jener Mann forderte sie auf erneut auf den See hinauszufahren und das Netz zur Rechten auszuwerfen. Mit einem immensen Fang kehrten sie ans Ufer zurück, wo der "Fremde" bereits Vorbereitungen zum gemeinsamen Mahl getroffen hatte. Keiner wagte zu fragen "wer bist du?", aber jeder fühlte: Das ist unser Meister!

Nach dem Essen wandte sich Jesu an Simon, des Johannes Sohn, und führte mit ihm ein sehr wichtiges Gespräch. "Hast du mich lieber als mich diese haben?" Er fragte 3 Mal und wir kennen auch die Antwort eines Simon. Mit diesen drei Fragen habe ich mich intensiv beschäftigt. Diese 3 Fragen sind exakt unser Motto des Jugendtages: Hast du mich lieb? Es ist die gleiche Frage wie "Willst du mit mir geh'n". Dass Jesus diese Fragen an "Simon" und nicht an "Petrus" richtete - ist ein entscheidender Unterschied…

Petrusdienst

Obwohl Petrus unter die Vergebung des Sohnes Gottes in den Worten "Friede sei mit euch" gekommen war und jetzt alles in Ordnung war, stand aber doch etwas im Raum. Etliche Tage vorher hatte Jesus ihn mit dem Namen "Petrus" angesprochen. "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen…" Da ist doch - nach allem was Petrus getan hatte - die Frage berechtigt: Geht das jetzt noch?

Petrus hatte sich ja immer wieder auf besondere Art hervorgetan, er war ja der sprechende Mund der Jünger. Er war es, der zu der Aussage kam

  • "Wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (Johannes 6, 69) oder
  • "Wohin sollen wir gehen, du allein hast Worte des ewigen Lebens" (Johannes 6,68).

Er hat auch kräftige und markige Sprüche losgelassen

  • "Und wenn sich jeder an dir ärgern würde; ich - nie! (Matthäus 26,33)
  • "Und wenn ich mit dir sterben müsste – ich werde dich nie verleugnen". (Markus 14,31)

Markige Sprüche! Bärenstark!

Umso mehr hat er sich durch das dreimalige Verleugnen am Herrn Jesu schuldig gemacht. Jetzt sehe ich die beiden vor mir, wie sie so voreinander stehen und der Sohn Gottes dem Petrus in die Augen schaut und diese drei Fragen stellt "Hast du mich lieber, den diese mich haben?" Eigentlich hätte Petrus jetzt "Nein" sagen müssen. Hätte Petrus sich selbst verglichen mit dem was er getan hat, ist Verleugnen kein Ausdruck von Liebe.

Aber der Sohn Gottes blickt mit keinem Wort zurück, es fällt kein Wort der Anklage. Er zweifelt das Ja des Petrus nicht an - er glaubt ihm. Er schenkt ihm als Zeichen seines Vertrauens zu ihm einen ganz besonderen Auftrag: Im Petrusdienst die Schafe und Lämmer der Weide Christi zu versorgen.

Das war die Reaktion Jesu auf die Antwort des Simon Petrus!

Fragen - ein Ausdruck von Unwissenheit?

  • Warum fragt der Sohn Gottes einen Petrus überhaupt?

  • Warum fragt Gott im Paradies "Adam, wo bist du?" Er wusste es doch."

  • Warum fragt Jesus den Blinden "Was willst du, dass ich dir tun soll? Was für eine Frage?!

  • Warum fragt Jesus den Kranken am Teich Bethesda "Willst du gesund werden" Komische Frage!

  • Warum fragt Jesus de Petrus "Hast du mich lieb?" Er weiß doch alles. Er weiß doch auch, wie es einem Petrus geht.

Jesus hat nicht gefragt, weil er das nicht wusste.

Ich möcht einmal diese Frage interpretieren.

  • In der ersten Frage an Petrus lag auch der Gedanke Jesu "Petrus, merkst du eigentlich, wie lieb ICH dich habe?"
  • In der zweiten Frage an Petrus lag auch der Gedanke Jesu "Petrus, hat sich denn nach deiner Enttäuschung über dich selbst etwas in dir verändert? "
  • In der dritten Frage an Petrus lag auch der Gedanke Jesu "Petrus, hat sich an deiner Liebe etwas verändert?"

Das war der Schlüssel zu dem großen Auftrag an Petrus.

Geliebtsein schafft neue Liebe!

Vorher fühlte sich Petrus ganz groß, markig, mutig und führte das Wort im Kreis der Jünger. Jetzt aber war kein starker Spruch in seinen Antworten zu hören. Doch: "Herr, du weißt alle Dinge…".

Vorher hatte er sich auf seine Kraft und auf sein Können bezogen, jetzt bezog er sich nur noch auf Christus. Das war die Veränderung in ihm und der Antrieb seiner Liebe zum Sohne Gottes. Wisst ihr, was der Antrieb seiner Liebe war? Es das Geliebtsein vom Sohn Gottes. Das Geliebtsein von Christo schuf eine neue Liebe in Petrus zu Jesu. Deswegen konnte er in Demut und großer Dankbarkeit diesen Dienst übernehmen.

Gott stören deine Sünden nicht

Tolle Geschichte - aber was sagt UNS das? Lasst mich dazu etwas grundsätzliches sagen.

Es stört Gott nie, wenn wir Fehler machen und Sünder sind - aber er sucht unsere Liebe! Wir werden dadurch aber nicht vollkommen und fehlerlos. Wir wollen IHM dienen. Und noch eins ist schön: Unsere Sündhaftigkeit verhindert nicht unsere Verwendbarkeit im hause Gottes. Damit spreche ich nicht die Amtsträger an, sondern ich wende mich an euch; an jede junge Schwester und jeden jungen Bruder.

Wir sind - du bist

Gestattet mir, dass sich ein besonderes Wort aus dem Petrusbrief anspreche. Da ist beschrieben was wir sind:

"Ihr aber seid…

  • …das auserwählte Geschlecht,…
  • …das königliche Priestertum,…
  • …das heilige Volk,…
  • …das Volk des Eigentums,…

dass ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht" (1. Petrus 2,9)

Mein Platz im Werke Gottes

Diese Beschreibungen gelten auch uns heute. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Wenn wir dieses Empfinden und die Gewissheit haben, dass Gott mich so liebt wie ich bin, dann schließt das nicht unsere Verwendbarkeit für Gott in seinem Werk aus.

Lasst uns miteinander aus der dieser Liebe von Christus schöpfen und dabei sicher sein - egal wie du bist - du kannst dich für schlimm oder schlecht halten - es ändert nichts an der Liebe Gottes.

Und wenn du dich grandios und toll findest, dann denk an den Apostel Petrus und komme ein Stückchen "herunter". Aber auch das ändert nichts an der Tatsache, dass Jesus auch dich liebt.

Das lasst uns mitnehmen: Wir dürfen uns von Christus geliebt wissen. Das Geliebtsein von ihm übermittelt uns die Kräfte dienstbar zu sein und mitzuhelfen in seinem Werk. Und es hilft uns, die Entscheidung zu treffen: Ja Ich will mit dir gehen, Ja, ich will dich auch lieben mit all meinen Fehlern und Schwächen. Ich will mit dir gehen, dahin, wo du hin gehst

Was bedeutet: "Mit ihm gehen"?

Und jetzt kommt etwas Tolles - unser Textwort. Der Sohn Gottes weiß, wo er herkommt, und er weiß, wo er hingeht. Das ist unsere Sicherheit und weil das so ist, lasst uns miteinander sagen "JA, dann gehen wir mit ihm"

Was heißt denn "…mit ihm gehen?" Das muss ja eine praktische Auswirkung haben, da muss ja etwas passieren.

  • "Mit Christus gehen" heißt "mit ihm leben"
  • "Mit Christus gehen" heißt immer wieder zu fragen "wie würde er jetzt reagieren?" Immer wieder versuchen aus seinem Wesen heraus zu handeln und ihm immer ähnlicher zu werden..
  • "Mit Christus gehen" heißt aber auch "von ihm leben". Das ist grandios! Wir leben von ihm, von dem Wort Gottes; wie leben von ihm im Heiligen Abendmahl, alles von ihm stärkt unseren inwendigen Menschen.
  • "Mit Christus gehen" heißt "zu ihm leben". Das ist unsere Zukunft.

Wir als die Jugend

  • wollen auch dabei sein, wenn Christus wiederkommt,
  • wollen auch dabei sein, wenn Hochzeit im Himmel gefeiert wird,
  • wollen auch dabei sein, weil wir ewige Gemeinschaft mit Gott haben wollen

Daher wollen wir sagen "JA, ich gehe mit dir; auch durch dick und dünn.

Liebe Jugend, das ist MEINE klare Entscheidung und ich möchte nichts lieber, als euch anstecken und entzünden, dass wir miteinander sagen: "JA - wir gehen miteinander heim!" Amen.

Apostel Dubois

Apostel Dubois sprach in seinem Mitdienen davon, dass Gott unser oberster Freund sei. Auf diesen Freund könne man zählen und habe dadurch keinerlei Ursache für Sorgen. Wir sollen an der Hand unseres Freundes, des Bezirksapostels, gehen. Die Personen, die der Bezirksapostel in seinem Dienen erwähnte, waren alle erwählt und hatten ihre Aufgabe vom Herrn. Petrus wurde durch seine Aufgabe, die Gemeinde zu führen, zum Freund Gottes. Auch wir sind erwählt, müssen uns aber auch für den Herrn entscheiden. Am Ende seines Mitdienens zitierte der Apostel Stammapostel Streckeisen: "Ich habe mich für den Herrn entschieden, dabei bleibt's".

Apostel Estrade:

Petrus hatte, nachdem er Jesus verleugnet hatte, Schuldgefühle, weil Jesus ihn so ansah, dass er weinte. Dies war jedoch kein anklagender oder böser Blick, sondern ein Blick voller Geduld, Mitleid und Liebe. Vielleicht sind wir ab und zu in der gleichen Lage wie Petrus, doch dann kommt der Herr durch Gnade, Liebe, Mitleid und das Abendmahl. Auf die Frage: "Wer sagt mir, was ich bin?", antwortete Petrus: "Du bist Christus!". Jesus hatte die Antwort gekannt, aber wollte diese auch von Petrus bestätigt hören, sodass er ihm den Gemeindeauftrag geben konnte. Danach sprach der Apostel von einem Jugendlichen, der sich eine Lebenspartnerin erbeten hatte, aber nicht sofort Antwort bekam, weswegen er an der Existenz Gottes zweifelte und die Kirche verließ. Dieser Jugendliche hatte zu wenig Geduld. Der Fall der Gotteskindschaft sei kein schlechter Fall, sondern Erwählung, mit der wir ein Ziel haben.

Bezirksevangelist Spellini

Bezirksevangelist Spellini bereitete das Textwort nochmal im Englischen auf, wo es heißt "Willst du mein sein?". Damit wies er darauf hin, dass Jesus in unserem Leben sein möchte. Als Beispiel für die Güte Jesu, der Petrus nach der Verleumdung nicht anklagte, erzählte der Bezirksevangelist die Geschichte eines armen Mannes, der eine Firma gründete und dadurch reich wurde. Durch den Fehler eines Mitarbeiters machte die Firma einen Verlust von einer Million Dollar. Als der Mitarbeiter mit einer Kündigung rechnete, sagte ihm der Chef jedoch, dass sie heute eine Million Dollar darin investiert hätten, dass dieser Fehler nicht mehr vorkommt. Auch diese Einstellung besitzt der Herr uns gegenüber.

Vor dem Abendmahl sprach Bezirksapostel Koberstein noch einmal davon, dass die Entscheidung für den Glauben eine Entscheidung ist, der man nicht aus dem Weg gehen kann und darf. Jeden schaut der Herr in Liebe an.

Apostel Opdenplatz

Apostel Opdenplatz bereitete das Abendmahl für die Entschlafenen mit einem Wort aus Ruth vor:"Der Tod wird dich und mich scheiden! ". Der Tod kann uns jedoch nicht mehr scheiden, denn da wo wir hingehen (zum Abendmahl) werden auch die Entschlafenen hingehen.

Der Bezirksapostel kam während des Abendmahls für die Entschlafenen auf den Anfang des Gottesdienstes mit dem Gruß der Sonnen- und Sorgenkinder zurück. Manche seien überzeugt von ihrem Glauben, andere jedoch zweifeln. Vielleicht können die Entschlafenen Impulse geben weiterhin mit zu gehen. Bevor er das Abendmahl ausgab, übersetzte er die Worte des Liedes "COME SHARE THE LORD", das danach vom Jugendorchester gespielt wurde.