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Fire-Stunde

(Rüsselsheim, 25.04.2010) Nachdem wir uns in der Mittagspause an den Grillplätzen satt gegessen hatten, schlenderten wir wieder ("durch die Unterführung!") zurück zur Walter-Köbel-Halle, in der um 14:30 Uhr die Fire-Stunde stattfand.

Von Weitem sah man schon an der Videowand den youngNactive-Werbe-Loop laufen:

"Wir brauchen eure News, Termine, Berichte....!"

Eine der in der Halle positionerten Übertragungskamers zeigte eine telefonierende Jugendliche aus der Menge auf der Multimediawand. Andere Jugendliche fühlten sich unbeaobachtet und kauten munter ihr mitgebrachtes Essen weiter, wieder andere unterhielten sich nichts ahnend, eine junge Schwester lehnte sich bei Ihrem Freund an und alle hatten ihren Spaß beim Anschauen der Multimediawand.

Dann ging’s los: Nach dem die Bezirksämter auf der Tribühne ihre Plätze eingenommen hatten, spielte zum Auftakt das Blech "Joschua fit the battle of Jericho", ein jazziger Gospel, der zum Mitklatschen einlud.

Natürlich durfte ein Schlagzeug nicht fehlen und dann kam der EJT’Song und alle klatschten mit. Dann starteten die Dirigenten unsere EJT-Welle - auch Holz-Welle genannt. Sie ging ganze 3 Runden. Letztes Jahr hatten wir 32 Minuten geschafft.

Jetzt muss ich euch aber erstmal erzählen, was auf der Bühne zu sehen ist. Ein Leuchtturm und zwei Strandkörbe dazu spielt die EJT-Fanfare. Da saß er, der Bezirksapostel, ganz faul im Strandkorb - die Beine auf dem Hocker hochgelegt.

"Ihr hättet mir das heute Morgen auch bequemer machen können. Schön hier ...!" Nach diesen Worten stand er auf und sprach der Jugend seine Bewunderung aus, in welcher Andacht und Disziplin ihr heute Morgen mitgegangen ist. "Und heute Nachmittag - ich stehe dazu - darf der Bär tanzen!" Danach wandte sich an alle Jugendlichen, die den EJT 2009 nicht miterleben konnten. "Einige waren ja im vergangenen Jahr nicht in Düsseldorf. Unsere EJT-Nachlese soll euch nicht schmerzen, sondern sie soll euch anstecken.“

Die bezaubernde Jasmin aus dem Bezirk Wetzlar und der tolle Tobi aus dem Bezirk Kassel führten als Moderatoren durchs Programm. 'Relight my fire/EJT-Feeling zurückholen' war das Motto.

Der nun vom Bezirk Wetzlar produzierte Film spiegelte in seiner 1 Sequenz wieder, wie es Jugendlichen geht, die zuhause nicht angehört werden und ihnen Stück für Stück das EJT-Feeling abgenommen wurde. Erst der EJT-Rucksack von der Lehrerin gegen eine handelsübliche Tasche. Freunde nehmen ihr das Halstuch weg und der Freund nahm das EJT-Banner und schenkte ihr eine Halskette. Mittwochabend ging es dann mal ins Kino.

Auf der Multimediawand waren dann etliche Fragen zu lesen, die mit einem immer schneller werdenden Herzschlag untermalt wurden:

"Hast auch du dein EJT-Feuer verloren?"
"Warum ist das Feuer bei dir erloschen?"

"Bist du nicht auch traurig über diesen Verlust?"

"Fehlen dir die anderen auch so sehr?
- im Gottesdienst
- im Jugendchor
- als Freunde?"

"Was können wir tun, um das Feuer wieder zu entfachen?"

"Wie schön wäre es, wenn das Feuer wieder brennen würde?"

"Denn es könnte doch alles so schön sein!"}2. Filmsequenz: Tochter fragt ihre Mutter: "Wenn du dein Leben noch einmal leben könntest, was würdest du anders machen" "Ich würde alles genauso machen, aber - ich wäre gern von Anfang an neuapostolisch gewesen."

Auf der Multimediawand war nun zu lesen: 'Leben: NAK.'

3. Filmsequenz: Beginn eines völlig normalen Gottesdienstes. Die Kamera blickt durch den Mittelgang und fokusiert die näher kommenden Amtsträger. Vom Gesang begleitet schreiten sie feierlich und seriös auf den Altar zu.

Szenenwechsel.

Coole Typen - untermalt von ebenso cooler Musik - schlendern lässig durch den Mittelgang in Richtung Altar. Den weiblichen Teil der anwesenden Gemeinde überfällt sichtlich Unruhe, ja sogar Ohnmachtsanfälle. Einer der 'Men in Black' bleibt stehen, blickt mit einem zwinkernden Auge in die Kamera, die Mädels recken sich aus der Bank um ihre Lieblinge anzufassen. 

Ende des Films, die Halle tobt vor Begeisterung.

Auf der Multimediawand wird jetzt die Situation eingeblendet, wie sie auch vor einem Jahr in Düsseldorf ablief: Der Organist stimmt das Lied 'Der Herr ist mein Licht' an und - wie beim EJT 2009 - standen alle Anwesenden auf und sangen mit. Ein sehr bewegender Augenblick.

Nun sang in der Halle der Jugendchor aus dem neuen Jugendliederbuch „Glory to the Lord“.

Es folgte ein Video-Projekt der Kasseler Jugend. Jugendliche aus Kassel befragten Passanten in der Stadt, nach Beruf, Hobby, Gehalt und dem 'Kirchgang' der beiden auf den Fotos dargestellten Personen. Bei diesen handelte es sich nämlich um unseren Bezirksapostel und unseren Gastapostel Rüdiger Krause.

Bei der überwiegenden Mehrheit der Passanten war der Gastapostel ein Politiker, Geschäftsmann oder Manager, der mit seinem Dackel Gassi, aber niemals in die Kirche geht.

Unserem Bezirksapostel wurde sogar der Job eines Fußballtrainers angedichtet, der auch des Öfteren mit seinen Kumpels Skat spielt.

Ein weiterer Passant stellte zielsicher fest: "Roland Koch ist keiner von beiden." Ein ca. 8-jähriger Junge war der Überzeugung: "Der eine ist Zugführer" und hat als Hobby: "Eisenbahn fahren"!

Eine weitere Stimme: "Die sehen so aus, als hätte sie mit Kirche nichts am Hut. Die gehen höchstens einmal im Jahr zu 'Heilig Abend' in die Kirche."

Jetzt spielte das Jugendorchester einige Filmmusiken aus Star Wars
I. Princess Laia`s theme
II. The Imperial March  
III. Main title


Was für ein Programm!

Interview mit Marburg-TV:
Beim nächsten Interview war die Musik der Gruppe 'Europe' zu hören: It’s a final Countdown

Es folgte ein Auszug vom EJT-Video in dem Bezirksapostel Koberstein sagte: "Euch muss man einfach lieben."

Nun folgten Fragen des Interviews:
"Lieber Bezirksapostel, sie sind jetzt 461 Tage im Amt, wie geht es ihnen?"
„Mir geht es gut und ich fühl mich getragen von einer Welle der Zuneigung."

"Erlebst du jeden Tag den lieben Gott?"
"Es ist eine Frage des Anspruchs. Für mich ist Gotterleben, wenn ich ein Werkzeug in seiner Hand sein kann. "

"Es passiert uns schon einmal, dass wir das Beten vergessen. Geht dir das ähnlich?"
"Ich habe das auch schon erlebt. Das liegt alles im Bereich des Möglichen."

"Wann gab es eine Situation wo du gefragt hast: Gott - wo bist du?"
"Letztes Jahr habe ich einen Bezirksevangelisten ordiniert und kurzh darauf erlitt dieser einen Schlaganfall. Da hab ich den lieben Gott wirklich gefragt: Was machst du da?!"

"Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?"
"Ich schätze an Menschen, die Ausstrahlung des positiven Denkens.“

"Was kommt in unserer Kirche zu kurz?"
"Ich sehe die Gefahr, dass die Seelsorge zu kurz kommt. Deswegen, weil ganz viel andere Aufgaben zu bewältigen sind, die man nicht wegdrücken kann. Es gehört zu dem Markenzeichen unserer Kirche, Seelsorge - nicht nur in Form unserer Gottesdienste, sondern auch die individuelle Zuwendung der Amtsträger und Geschwister, das 'einfach da sein' wenn Sorgen vorhanden sind."

"Wie erfähst du denn Seelsorge?"
"Zum einen durch den Stammapostel aber auch durch Zuwendung meiner Brüder und Geschwister

"Welches neuapostolische Projekt möchtest du denn gerne beschleunigt wissen?"
"Da kann ich nur das aktuelle Projekt nennen. Wir beschäftigen und intensivst mit dem neuapostolischen Glauben - dem Katechismus.  "

"Was kann dich denn in denn Wahnsinn treiben?"
"Wenn man Gott gegenüber ungerecht ist. Das ist etwas, was mich ein klein wenig aufregt, weil ich es für unverschämt halte. 

"Wann kannst du am besten entspannen?"
"Entspannen kann ich, wenn ich im Kreis meiner Familie sein kann. Wenn das 10 Monate alte Enkelchen auf meinem Schoß sitzt und mit mir spielt - das ist für mich Entspannung."

"Wie viele Emails bekommen so an 1 Tag?"
"Ich bekomme ca. 300-400 Mails in der Woche."

"Schaffst du es, glücklich aus deinen eigenen Gottesdiensten zu gehen?"
"Ja, aber nicht deswegen, weil ich sie toll finde, sondern wegen der Resonanz aus dem Kreis der Gotteskinder."

"Wie lange ist es her, dass zu zum letzten Mal bei McDonalds warst?"
"Im November war ich letztes Mal mit meiner Frau bei Mc Donalds. Wir hatten nur wenig Zeit..."

"Wir haben erfahren, dass du in einer Predigt Lady Gaga erwähnt hast. Welche aktuellen Pop-Stars kennst du?"
"Ich möchte der Jugend damit zeigen, dass ich Verständnis für sie habe und dass es für mich überhaupt kein Problem ist,  wenn man Lady Gaga mag, auch wenn die Mama die Person gaga findet. Es sei denn, dass man wegen Lady gaga nicht in den Gottesdienst ginge."

"Interessierst du dich für Fußball?"
"Ja, ich habe zwar figürlich etwas Probleme selbst zu spielen, aber ich habe als Jugendlicher aktiv Sport betrieben."

"Hast du einen Verein den du bevorzugst?"
"Ich habe so einige Lieblingsvereine, natürlich liegt es auf der Hand nach Frankfurt zu schauen (Applaus aus der 'Südkurve'!). Und nach dem Wochenende kenne ich alle Ergebnisse.

"Du hätttest jetzt die Möglichkeit, einen Wunsch an deine Jugend zu richten."
"Ein Wunsch wäre, dass sie sich einfach an die Hand nehmen lassen und lieben lassen; dass sie sich fallen lassen und vertrauen haben. So, wie du vorweg marschierst, so wollen wir im Vertrauen das einfach geschehen lassen und wenn wir Dinge nicht verstehen, dann wollen wir einfach Glauben und Vertrauen haben und an der Hand unserer Vorangänger gehen. Und dahinter steht natürlich der größte Wunsch den ich allen Anvertrauten gegenüber habe, dass wir gemeinsam das Ziel erreichen. Und es ist meine tiefe und wirklich 100%-ige Überzeugung, dass das auf diesem Weg geschieht. Und deswegen auch der Wunsch an die Jugend: Lasst euch einfach an die Hand nehmen und lasst euch lieb haben - wir meinen das wirklich so und machen keine Sprüche."

Nun sang die acapella-Gruppe Hesslich zwei Lieder und anschließend sogar unter Einbindung aller Jugendlichen „Oh happy day“.

Als Zugabe gab’s: „Alle meine Entchen- techno“

Es folgte ein Live-Interview der beiden Apostel zum Thema Mobbing: Frage an den Bezirksapostel

"Wie stellst du dir eine ideale Jugendgruppe vor."
"Die Gruppengröße von 30 ist sehr gut und alle wohnen nahe beieinander. Ideal ist eine Jugendgruppe, die charakterlich sehr unterschiedlich ist und sehr viel Verständnis für einander aufbringt.

Apostel Krause: "In Grönland und auch in Großbritannien wohnen die Jugendlichen viel weiter auseinander. Wenn dann alle 3 Monate ein Jugendgottesdienst stattfindet, ist das ein Highlight." Selbst in London, der Weltstadt, kann man sich nicht einfach so treffen.
Die Entfernungen sind schon das Problem Nr. 1.

Wenn Kräfte am Werk sind, die andere ausgrenzt, darf man nicht mit der Brechstange dazwischen gehen. Macht, wie heute Morgen gehört, wie bei den Emmaus Jünger.

In 45 Sekunden hat Apostel Krause den Jugendlichen Mut gemacht, weiter zu machen und die Jüngeren zu unterstützen. Ihr seid die Erfahrenen.

Apostel Krause bittet darum, den Bezirksapostel Koberstein mit nach Hamburg mitnehmen zu dürfen, denn er wurde beim Befragen von Passanten in der Fußgängerzone als Fußballtrainer erkannt.

Bei passender Musik wurden nun mehrere Schlauchboote mit Zuhilfenahme aller Jugendlicher Hände über den Köpfen entlang nach vorne auf die Bühne zu den Strandkörben gebracht und schließlich ging der Leuchtturm an.
Was ein Erlebnis: Sall away, dream your dreams.

Es spielte nun wieder das Orchester die EJT-Fanfare, diesmal verträumt und wirklich sehr spielerisch.

Ein Medley, mit zusammenhängenden Musikstücken, wie Stammapostel Leber das bei einem der letzten Jugendtage an der Orgel vorgemacht hatte.
        http://www.youtube.com/watch?v=GmFHwnnGaZI&feature=related

Sie spielten: EJT-concerto-Jesus is the light- von Ivan Karpati.
Jetzt setzte das Schlagzeug dezent ein und alles klatschte mit.

Wahrhaftig Musik spielerisch vorgetragen.
Und der Leuchtturm drehte sein Licht immer noch. Relight my fire ...