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Der Gottesdienst

Eingangslied: Nr. 159 ("Der Glaub' ist feste Zuversicht")


Textwort: 1. Korinther 1, 4-5 ("Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis.")


Chor: Der Herr ist mein Licht


Der Schatz im Acker

Bezirksapostel Wend blickt noch einmal auf den Jugendtag in Oberhausen am 17.06.2006 zurück und stellt das Wort des Stammapostels an den Anfang seines Dienens:

Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.” (Matthäus 13,44)

Stammapostel Leber sagte dazu: Der Schatz im Acker ist der Sohn Gottes und unsere Gemeinschaft mit ihm. Und der Acker ist die Gemeinde des Herrn. Sind wir auch bereit, einen solchen Acker zu erwerben - auch wenn wir dafür manches geistige Gut verkaufen müssten? Aber nur so können wir uns in die Gemeinde und in die Gemeinschaft einbringen. Denn in der Gemeinde finden wir den Schatz: den Sohn Gottes. Beschäftigen wir uns aber nicht zu viel mit dem Acker und was so alles in der Gemeinde läuft - oder auch nicht, sondern beschäftigen wir uns immer öfter mit dem Schatz und der Gemeinschaft mit ihm!

Das Motto

Dieses Motto soll nicht nur heute im Gottesdienst, sondern in unserem Leben im Mittelpunkt stehen! Bereits im Herbst/Winter des vergangenen Jahres habe ich dieses Motto für den heutigen Jugendtag festgelegt und Euch jetzt auch das dazu passende Textwort vorgelesen.

Ich danke meinem Gott

Ich danke, so Bezirksapostel Wend, dass wir Gemeinschaft untereinander haben, dass wir die Jugend haben. Ich danke auch für die Konfirmanden die heute bei uns sind, auch wenn sich mancher etwas zögerlich in die Jugend einbringt. Ich danke auch allen, die noch nicht recht wussten ob sie heute kommen wollen oder nicht. Ich bin aber dankbar, dass ihr heute alle hier seid!

Der Bezirksapostel erzählte von einer Begebenheit aus früheren Jahren. Da dankten die Brüder dem Dienstleiter für sein Kommen und dass er den Jugendgottesdienst gehalten hat. Darauf kam die prompte Antwort: Was ein Glück, dass die Jugend heute da war - sonst ständen wir alleine am Altar.

Dankst du auch für die Gnade?

Stehen auch in uns das Bedürfnis und die Erkenntnis, für die Gnade die uns geworden ist, zu danken? Das gehört auch zu "Ehre Gott"! Wer im Herrn nur ein "höheres Wesen" sieht, für den ist das Thema schnell zu Ende. Wenn wir Gott ehren wollen, müssen wir von ihm auch eine gewisse Vorstellung haben - was bedeutet er für mein persönliches Leben? Es ist doch eine riesengroße Gnade, dass wir zu ihm "himmlischer Vater" sagen dürfen. Das ist unser Gottesbild. Wir dürfen ihn nicht nur so nennen, sondern ihn auch so empfinden.

Gott ist kein Aushilfskellner

Der Vater der Barmherzigkeit - wie ihn Apostel Paulus nennt -,  hat uns lieb und versteht uns auch. Er ist auch Vater des Trostes. Oft sind wir traurig, weil uns Leid widerfahren ist. Wir sind aber manchmal auch traurig, ohne selbst die Ursache dafür zu kennen. Da ist es doch etwas Schönes, wenn wir uns zu ihm flüchten können. Bei ihm finden wir Sicherheit und er gibt uns neue Orientierung. "Ehre Gott" heißt aber auch, das Geschenkte nutzen und davon Gebrauch machen. Wir wollen ihn nicht als Aushilfskellner benutzen und nur dann bei ihm Trost suchen, wenn in unserem Leben mal wieder alles schief gegangen ist . Wenn dann alles wieder in Ordnung ist, zeigen wir ihm die kalte Schulter. "Ehre Gott" ist viel mehr. Wir wollen ihm zeigen, dass wir mehr mit ihm verbunden sein möchten.

"Ehre Gott" heißt: Dankbar sein, ihn im Gebet suchen, bemühen, seinen Willen zu erfüllen und nach seinem Willen fragen.

Liebe Jesus

"Liebe Jesus". Das ist eine großartige Aufgabe für einen jungen Menschen. Jesus zu lieben bedeutet eine Bereicherung für unser Leben. Da muss auch mal Verzicht geübt werden, aber das ist nicht der Kern, sondern Folge. Ihr wisst doch auch wie das ist, wenn man verliebt ist. Da verlieren oft Dinge an Wert, an denen man früher sehr gehangen hat. Wenn die Liebe zu Jesus im Mittelpunkt unseres Lebens steht, verlieren andere Dinge an Gewicht.

Ein handfestes Vorbild

Jesus zu lieben heißt auch, ihn und seine Art mit den Dingen umzugehen, für uns als Maßstab zu nehmen. Warum Gott seinen Sohn auf die Erde gegeben hat, ist unbegreiflich. Eine Antwort darauf zu geben wäre vermessen. Aber ich finde es einfach gut, dass es so war. Dadurch haben wir in ihm ein handfestes Vorbild, wie wir unser Leben gestalten können. Dadurch haben wir einen ganz anderen Bezug zu ihm, weil auch er viele Lebenssituationen meistern musste.

Gesellschaftlicher Mainstream

"Achte jeden Menschen" - das lag dem Sohne Gottes am Herzen. Wie ist er mit Menschen umgegangen? Jeder war ihm wichtig, ob Sünder, Kranke, Blinde oder Verkrüppelte. Selbst Randgruppen hat er sich zugewandt. Er schwamm nicht - heute wurde man sagen - im "gesellschaftlichen Mainstream". Er tat nicht, was die damalige Gesellschaft erwartet hat. Es ist eine Einladung an unsere Jugend, allen Menschen mit Achtung, Wertschätzung und Respekt zu begegnen.

Würdig werden - was heißt das?

Es ist Teil unserer Glaubensüberzeugung, dass wir auf den Tag Christi zugehen. Diese Überzeugung gehört zum Reichtum unseres Glaubenslebens. Dazu gehört aber auch, dass wir würdig werden. Das heißt, dass wir uns ernsthaft bemühen, in das Wesen Jesu hineinzuwachsen. Ihm gleich zu sein so schreibt Apostel Johannes, ist Abschluss einer Entwicklung. Dazu gehört, wie wir mit anderen Menschen umgehen.

Da dreht sich mir der Magen um

Welche Einstellung haben wir zur Gewalt? Oft sieht man im Fernsehen Szenen, die die menschliche Gewalt in den Vordergrund stellen. Beispielsweise wird ein am Boden liegender Mensch von einer Horde von oben bis unten getreten. Da dreht sich mir der Magen um. Wie kann man mit einem Menschen so umgehen? Auch am Arbeitsplatz wird oft unbeholfenen Menschen mit Häme und Kaltschnäuzigkeit das Leben schwer gemacht.

Gewalt mit Worten

Begegne ich wirklich jedem mit Respekt? Das beginnt bei meinen Eltern, setzt sich fort in der Familie, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz, ja selbst im Urlaub. Wie schnell verletze ich einen anderen durch eine unbedachte Bemerkung. Der Sohn Gottes hat niemanden mit einer Handbewegung aus dem Weg geräumt.

"Liebe Jesus" - dazu gehört auch, dass wir die Erlösungsarbeit des Sohnes Gottes mit den Kräften unseres Glaubens unterstützen. Ich rufe daher die Jugend auf, diese Arbeit für den Entschlafenengottesdienst am kommenden Sonntag mit aller Kraft zu unterstützen. Der Herr Jesu hat für alle Menschen - ohne Ausnahme - sein Opfer gebracht. Auch wenn wir nicht wissen, wer an diesem Sonntag zu uns in den Gottesdienst kommt - entscheidend ist unsere innere Haltung ihnen gegenüber. Das gehört zu "Liebe Jesu" und "Achte jeden Menschen. Wer vor Gott Gnade gefunden hat, den wollen wir nicht aus Gleichgültigkeit zurückweisen.

Chorlied in französischer Sprache

Ein großer Bruder

Nachdem Bezirksapostel Jean-Luc Schneider zunächst auf Französisch diente, wandte er sich an die deutsch sprechende Jugend.

Für mich ist euer Bezirksapostel ein großer Bruder von dem ich viel gelernt habe. Wenn man als junger Neuling in den Kreis der erfahrenen Bezirkapostel eingefügt wird, braucht man große Brüder, die einen an die Hand nehmen.

Bezirksapostel Schneider berichtete von einem Gespräch mit dem Stammapostel, der ihm eine neue Sehensweise über die Geschehnisse im Paradies eröffnete. Gott hat Adam und Eva nicht einfach aus dem Paradies geworfen. Er hat ihnen vielmehr das Versprechen gegeben, ihnen den Erlöser zu senden. Zusätzlich hat er ihnen Kleider geschaffen und sie angezogen. Auch uns hat der Herr ein Versprechen gegeben: Mein Sohn wird kommen, und wir werden ewig mit ihm Gemeinschaft haben. Er kümmert sich heute um uns und das Wohlergehen unserer Seele. Beim Anziehen kommt man dem anderen ganz nahe, Berührungen bleiben nicht aus. Solche göttlichen Berührungen wünsche ich euch in den nächsten Tagen.

Ich bin ein Fan von Jesus

Den Herrn Jesus lieben heißt auch, das zu lieben was er gemacht hat. Ich bin begeistert, wenn ich sehe, wie er gehandelt hat - nämlich mit Liebe, Gnade und Barmherzigkeit. Er will beweisen, dass seine "Methoden" auch heute noch Gültigkeit haben. Dazu braucht er dich und mich. Es ist deine und meine Aufgabe, die Wahrheit des Evangeliums unter Beweis zu stellen. Das kann der Herr nicht - das müssen wir tun.

Probier's doch mal mit Dankbarkeit

Diesen Rat des Stammapostels hat Bezirksapostel Schneider unbewusst beherzigt, als er nach dem plötzlichen Tod seines Vaters im Kreis der Familie zugegen war und von seiner Mutter aufgefordert wurde, jetzt miteinander zu beten. "Ich habe wohl noch nie solange gebetet", sagte der Bezirksapostel, "und habe dem lieben Gott für alles gedankt, was wir mit unserem Vater erleben durften. Dann habe ich Amen gesagt". In diesem Gebet lag dennoch der ganze Trost für die Familie.

Gott ist keine Theorie

Es ist mein Wunsch, so sagte Bischof Kreutz, dass die Predigt Jesus Christus in Euch kräftig werde. Es gibt viele Theorien über Gott, aber Gott ist keine Theorie. Es gibt auch viele Theorien über Jesus Christus, aber Jesu ist auch heute gegenwärtig und kann sich in meinem Leben offenbaren. Passen wir uns nicht dem "Mainstream" an! Eine alte Weisheit spricht da zur Sache: "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom". Wir wollen den Weg gehen, den Jesus für uns gelegt hat.

Emotional gepackt

Bischof Auner gab es offen zu: Dieser Gottesdienst hat mich emotional gepackt. Als Bezirksapostel Schneider eben von seinem Dankgebet sprach, fühlte ich mich zurückversetzt an den Tag, als ich in der gleichen Situation stand. Das war Emotion pur!

Dürfen wir nicht danken, dass wir heute solche Apostel haben, dass wir ein Jugendorchester haben, dass wir eine Jugend haben, dass wir eine Gemeinde und auch Amtsbrüder haben - das ist Emotion pur!

Sehen Sie hier die Bildergalerie und hier das Video.